"Neues Wohnen" eine Kompetenz des Schreiners. Der Durchschnittsschweizer lebt in Wohnungen, die häufig mit zu vielen Möbeln überstellt sind, wenig Freiraum aufweisen und eher beengend wirken. "Neues Wohnen" wäre gefragt, aber wie? Schreiner beschäftigen sich intensiv mit dem Wohnen und dem Alltag des Konsumenten. Allein die von Schreinern hergestellten Produkte sind Garant für ein neues Wohnklima.
Ein Schreinerbaum für Homburg: (v. l.) Raphael Herzog, Richard Eugster und Gemeindeammann Heinrich Kuhn freuen sich über die geglückte Pflanzaktion.
Gesundes Holz vom Macher
Die sich bietende Gelegenheit bei einer Neueinrichtung die neuen Trends in Sachen Wohnen aufzunehmen, sind vielfältig. Individuelle Wünsche müssen in den Wohn- und Lebensraum einfliessen. Ergonomie ist dazu da, dass man dies auch anwendet und nicht nur am täglichen Arbeitsplatz einfliessen lässt. Küchenmöbel, Kochfelder, Haushaltsarbeitsplätze werden vielfach immer noch in den gleichen Höhen montiert, wie es in den Lehrbüchern der 50er-Jahre steht. Die Menschen sind im Schnitt aber grösser geworden und deshalb sind unzählige Arbeitsflächen in neuen Häusern zu niedrig. Ähnliches gilt für Stühle, Lavabohöhen und Tische. Einfachheit und Schlichtheit sind Elemente, die zum Wohlbefinden in einem neuen Wohnraum beitragen. Vielfach wird aus preislichen Gründen auf Natürlichkeit verzichtet. Achten Sie bei der Materialisierung von Wohn- und Lebensraum auf die Verwendung von gesunden und nachhaltigen Werkstoffen. Insbesondere die Verwendung von Holz und Holzwerkstoffen ist immer vorzuziehen, wenn es um Bodenbeläge, Wandverkleidungen, Schränke und Decken geht. Die hygrostatischen Eigenschaften von Holz lassen eine Raumatmosphäre entstehen die grundsätzlich gesund ist. Es spielt dabei keine Rolle wie viel Holz in einem Raum ist, doch sollte versucht werden einen gewissen Anteil in die Raumgestaltung einzubeziehen. Eine lange Zeit verbringen viele Menschen im Schlafzimmer, vor dem Fernseher und am Wohnungstisch. Es ist mehr als fragwürdig, wenn sich die Konsumenten mit Billigprodukten eindecken und danach ungesund schlafen, nach jeder Tagesschau über Rückenschmerzen klagen und an einem von Wohngiften vollgepropften Esstisch gesunden Salat aus einer FSC zertifizierten Salatschüssel essen.
Zeit nehmen zum Wohnen
Jedem Menschen sind die eigenen Bedürfnisse am nächsten. Dieser Grundsatz gehört zu jeder Wohn- und Lebensraumgestaltung. Die Farbauswahl, das Licht und die Materialisierung ist eine individuelle Angelegenheit. Viel zu oft werden Wohnungen sehr schnell eingerichtet und es findet keine Raumentwicklung statt. Es ist doch ein tolles Erlebnis, wenn sich die Wohnungseinrichtung entwickeln kann und nicht schon zu Beginn eines Neubezugs alle Möbel, Lampen und Stühle vorgegeben sind. Ein einmal festgelegtes Elternschlafzimmer darf nicht sakrosankt sein und für die kommenden 40 Jahre dafür verwendet werden. Eine Küche sollte nicht wie ein Tresor eingebaut sein und man somit keine Möglichkeit einer sanften Umnutzung hat. Bodenbeläge müssen irgendwann ausgewechselt werden können und dies mit einem geringen Aufwand. All diese neuen Elemente sind wichtige Faktoren für eine bessere Zukunft bezüglich dem Wohnen. Suche Sie Lösungen mit kreativen Fachleuten. Lassen Sie sich ein wenig treiben, besuchen Sie den Schreiner, riechen Sie an Ihrem Lieblingsholz und verändern Sie Ihren Wohn- und Lebensraum.
Walter J. Zürcher – Bereichsleiter VSSM – Information und Marketing